Thomas 

Steinfeld,

Italien.

Porträt eines fremden Landes, Rowohlt 2020, 448 S.

Thomas Steinfeld, ehemaliger Literaturchef der FAZ und der Süddeutschen Zeitung, liefert in seiner literarischen Reise durch das Sehnsuchtsland der meisten Deutschen weit mehr als den altbekannten Themenmix aus Traumstränden, Kunstdenkmälern, gutem Essen und Dolce Vita. Region für Region widmet sich der Autor auch den Schattenseiten der italienischen Gesellschaft: Korruption in Politik und Wirtschaft, Umweltzerstörung in Apulien, Ausbeutung von illegalen Erntehelfern, Duce-Kult in der Romagna.
Natürlich kann dieses kluge und elegant geschriebene Buch den in diesem Jahr ausgefallenen Italienurlaub nicht ersetzen, zum besseren Verständnis der inneren Verfasstheit Italiens leistet es aber einen wertvollen Beitrag.