(Ü: Robert Brack), Edition Nautilus 2025, 205 S., 20 Euro
Harlem, 1936: Die Musikerkarriere des jungen Schwarzen Clyde Morton endet schon nach dem ersten Vorspielen wegen erwiesener Talentlosigkeit. Doch Morton bleibt in Harlems Jazzszene und steigt schnell zum Gangsterboss auf. Marihuana ist der Stoff der Stunde und Clyde „Viper“ Morton besorgt ihn für die Stars des Bebop. Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Thelonious Monk und viele andere kreuzen seinen Weg. Auch Yolanda, die Mortons große und tragische Liebe wird. Jake Lamars großartiger pulsierender Gangster- und Jazz-Roman klingt nach der Lektüre noch lange nach. Drei Morde wird „Viper“ bis 1961 begehen. Nur den letzten davon bereut er. Jake Lamar gewann für seinen Roman Das schwarze Chamäleon schon den Deutschen Krimipreis. Auch Viper’s Dream ist traumhaft gut!