(Ü: Uwe Dethier), Voland & Quist 2025, 212 S., 22 Euro
In einer beschaulichen Kleinstadt in der Schweiz wagen Sabine und Schanti etwas Neues. Sie gründen einen Verein mit dem klangvollen Namen „Polyphon Pervers“. Sein Zweck soll recht einfach Unterhaltung sein. Schnell mischen sie die heimische Kultur- und Theaterszene auf. Die Grenzen zwischen Hochstapelei und ernsthafter Unterhaltungsarbeit verschwimmen immer mehr. Gemeinsam mit skurrilen, opportunistischen oder versoffenen Mitstreiter:innen gelangt Polyphon Pervers bald zu nationaler Bedeutung, öffnet sich aber auch zwielichtigen Machenschaften. Der schweizerische Zungenschlag ist beim Lesen geradezu hörbar. Das liegt an der unmittelbaren Sprache und an der Übersetzung aus dem Luzerndeutschen. Ein Schelmenstück als große Unterhaltung und eine Liebeserklärung an das kreative Chaos der Kulturszene.