Edition Nautilus 2025, 198 S., 22 Euro
Vier behinderte Jugendliche beschließen Ende der 1970er-Jahre in der DDR den Ausbruch. Von Rente und Pflegegeld wollen sie Pfleger einfach selbst bezahlen. Von der Kirche bekommen sie ein Haus, und so ist die Kommune geboren, die Freiheit und Selbstbestimmung verspricht. Schnell wird Hartroda zum Wallfahrtsort für die alternativen Szenen der DDR. Mit den Blueskonzerten in der Kirche und einem nicht kleinen Betrag Westmark durch Spenden aus dem Westen wird aber auch schnell klar, dass es gar nicht so einfach ist, dieses Projekt zu managen. In einem herrlichen Anekdotenstil erzählt Karsten Krampitz von dieser Episode, die ein reales Vorbild hat. Der gelernte Historiker versteht es, die Geschichte mit viel Wärme und Witz aufleben zu lassen.