Jess

Walter

Der Engel von Rom

Rom (Ü: Georg Deggerich), Kampa 2025, 128 S., 20 Euro

Eigentlich geht Jack von Nebraska nach Rom als Latein-Stipendiat. Er stellt sich aber schon vor, wie er rauchend in Cafés sitzt und an Romanen schreibt. Doch Zigaretten schmecken ihm nicht und eine Romanidee stellt sich auch nicht wirklich ein. Dazu kommt, dass er über seine Latein- und Italienischkenntnisse ein bisschen geflunkert hat. Er ist also ein bisschen verloren in der Fremde, pleite und damit ziemlich verzweifelt. Doch als er aus Versehen in ein Filmset stolpert, ändert sich das Ganze schlagartig. Er begegnet der Schauspielerin Angelina und dem abgehalfterten US-Schauspieler Sam, der ihn gleich als Übersetzer anheuert. Ein Plot so surreal, dass man sich einfach zurücklehnen kann, um die freundlich-verrückten Figuren, die römische Kulisse und die irren Wendungen zu genießen.