Lavie

Tidhar

Adama

(Ü: Conny Lösch), Suhrkamp 2025, 426 S., 22 Euro

Ruth, eine junge ungarische Zionistin, konnte noch rechtzeitig vor den Nazis aus Budapest fliehen und nach Palästina auswandern. Seit 1946 lebt und kämpft sie auf kargem Boden für ihren Kibbuz Thrashim, umgeben von arabischen Feinden und britischen Besatzern. Lavie Tidhar, selbst in einem Kibbuz geboren, erzählt die Geschichte der Kibbuz-Bewegung als großes Familienepos über mehrere Generationen und gleichzeitig als kompromisslose Gewaltgeschichte, die sich auf Adama, der „heiligen Erde“, abspielt. Wie schon in seinem Erfolgsroman Maror verknüpft Tidhar die dunklen Seiten der Geschichte Israels vor dem Hintergrund der zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und seinen Nachbarn zu einem lehrreichen und unbedingt lesenswerten Spannungsroman.