Ishbel

Szatrawska,

Die Tiefe

(Ü: Andreas Volk), Voland & Quist 2025, 464 S., 28 Euro

Im Mittelpunkt des Romans steht ein Haus an der Guber in Ostpreußen. Virtuos verwebt der Roman die Schicksale, die mit ihm in Verbindung stehen. Da sind Janka, eine junge Frau aus Litauen, die sich auf der Flucht dort niederlässt, die deutsche Aristokratin Gudrun und ihr geliebter Max, ein Chirurg in Königsberg, oder Alicja, die Enkelin von Janka. Die Zeitebenen werden nicht immer chronologisch erzählt, dafür aber so ineinander verschränkt, dass der rote Faden nie verloren geht. Vom Ende des Zweiten Weltkrieges, dem Fall von Königsberg, über Polen im Kommunismus bis zum Polen unter der PiS-Partei in jüngerer Vergangenheit stolpern die Figuren durch die Geschichte oder erheben sich stolz aus den Ruinen. Ein soghafter Ritt durch die jüngere Geschichte Ostpreußens.