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Gisela Ewe: „Schwarz und weiß – im Kampf vereint“? Antikolonialismus in Hamburg 1918–1933

Buchvorstellung und Diskussion
Moderation: Max Stolte
Dienstag, 10. November 2026
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 8 Euro
Buchladen in der Osterstraße, Osterstraße 171, 20255 Hamburg

 

© privat

Welche Formen antirassistischer und antikolonialer Aktivitäten gab es in Hamburg in der Zeit der Weimarer Republik? Dieser Frage geht die Historikerin Gisela Ewe in ihrer empirisch dichten Studie nach und untersucht dafür die sozialen Bewegungen jener Zeit. Anhand von Archivquellen und historischen Zeitungsberichten stellt Ewe anschaulich die Vielfältigkeit, aber auch die Widersprüchlichkeiten des antikolonialen Spektrums in Hamburg dar. Sie zeigt auf, dass antirassistische und antikoloniale Solidarität lokaler Akteur:innen nicht selbstlos, sondern stets mit eigenen Interessen verknüpft war. So führte die Zusammenarbeit zwischen „Schwarz und weiß“ auch immer wieder zu Konflikten, bevor sie durch die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 zu einem jähen Ende kam.

Gisela Ewe hat Geschichte, Philosophie, Theater- und Kulturwissenschaften an der Universität Hamburg und der Lomonossow-Universität Moskau studiert und war Stipendiatin der Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe/Hamburg und die frühe Kolonisierung“. 2025 hat sie ihre Promotion an der Universität Hamburg erfolgreich abgeschlossen und arbeitet derzeit als Kuratorin und Wissenschaftlerin für die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen.

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