Nadja

Spiegelman,

Was nie geschehen ist

(Ü: Sabine Kray), Aufbau 2018, 394 S.

Im Mittelpunkt von Nadja Spiegelmans autobiografischem Dreigenerationenporträt stehen drei starke, unkonventionelle Frauen. Nadjas Mutter Françoise ist Artdirektorin einer bekannten Kulturzeitschrift, ihr Vater der bekannte Comiczeichner Art Spiegelman. Als junge Frau geht die Autorin für einige Zeit nach Paris und in vielen, sehr intensiven Gesprächen erfährt sie ihr bisher völlig Unbekanntes aus dem Leben ihrer Großmutter und über das schwierige Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Françoise stand immer zwischen ihren zerstrittenen Eltern und das hat ihr ganzes Leben geprägt. Dass es an viele Situationen und Ereignisse unterschiedliche Erinnerungen gibt, je nach dem, aus welcher Perspektive erzählt wird, macht das Buch zu einer spannenden Spurensuche.