Sebastian Barry, Tage ohne Ende

(Ü: Hans-Christan Oeser), Steidl 2018, 262 Seiten

Ein irischer Autor schreibt einen großen amerikanischen Roman. Der fünfzehnjährige Thomas McNulty flieht vor dem „Großen Hunger“ aus Irland nach Amerika und trifft dort bald auf den zwei Jahre jüngeren John Cole, der seine große Liebe werden wird. Fortan erzählt der Ich-Erzähler Tom McNulty sein Leben an der Frontier als eine Art Simplicissimus an der Seite seines Geliebten inmitten von blutigen Indianerkriegen und dem erbarmungslosen Bürgerkrieg. Die beiden Jungs beginnen ihre Laufbahn als Tanzmädchen in Bergarbeiter-Saloons, verpflichten sich später der US-Armee, kämpfen gegen Indianer und Konföderierte und finden trotz aller Gewalt ihr Glück. Grenzenlose Liebe und ebensolche Gewalt können sich in einer Person finden.
Sebastian Barry erzählt die mitreißende Geschichte eines offen schwulen Lebens im Wilden Westen, kongenial übersetzt von Hans-Christian Oeser.