Max

Annas,

Finsterwalde

Rowohlt 2018, 356 S.

Deutschland, „relativ bald“.
Die D-Partei regiert und Nicht-Biodeutsche werden in Lager gepfercht. So werden alle Schwarzen aus Berlin nach Finsterwalde deportiert, unter ihnen befinden sich auch die Ärztin Marie mit ihren Kindern Kodjo und Antoniette.
Ihre Wohnung in Berlin bezieht derweil der griechische Vertragsarbeiter Theo mit Frau und Kindern. Marie bricht mit ihrem Sohn und zwei Begleitern aus dem Lager Finsterwalde aus, um in Berlin zurückgebliebene Kinder zu retten. Dabei müssen sie sich durch Polizeisperren kämpfen und gegen Bürgerwehren und Neonazis wehren.
Max Annas’ dystopischer Roman ist eine finstere Zukunftsvision, gleichzeitig jedoch auch ein Appell für Widerstand und Zivilcourage, gegen Fremdenhass und Ausgrenzung.