Lucía

Puenzo,

Die man nicht sieht

(Ü: Anja Lutter), Wagenbach 2018, 204 S.

„Die man nicht sieht“, das sind Ismael, Ajo und Enana. Noch halbe Kinder, sind sie das erfolgreichste Einbrechertrio von Buenos Aires. Ihre Streifzüge sind vorbereitet, ihre Auftraggeber kennen die Örtlichkeiten. Und dann reicht ein gekipptes Kellerfenster und die drei sind im Haus. Geklaut werden keine großen Dinge, sondern hier ein Schmuckstück, dort etwas Geld und immer so, dass es nicht auffällt. Festtage sind die, an denen noch Reste einer üppigen Mahlzeit rumstehen.
Doch dann werden die drei eines Tages nach Uruguay verschleppt. In den Strandhäusern der Reichen sollen sie auf Beutezug gehen und plötzlich ist das sympathische Trio großen Gefahren ausgesetzt.

Mit Spannung ist zu lesen, wie die drei der harten Realität ihre uneingeschränkte Freundschaft entgegensetzen.