Leonard

Pitts Jr.,

Grant Park

(Ü: Andrea Stumpf und Gabriele Werbeck), Polar 2018, 559 S.

Auf zwei Zeitebenen spielt dieser Roman: 1968, als in Memphis der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King ermordet wird, und 2008, als Barack Obama seine Siegesrede im Grant Park in Chicago hält. Just am Wahltag Obamas zum ersten afroamerikanischen Präsidenten der USA schmuggelt der schwarze Journalist Malcolm Toussaint, der 1968 Augenzeuge des Attentats auf King war, eine Kolumne in die Zeitung, in der er schreibt, dass er „müde vom Bullshit der Weißen“ ist. Er wird sofort entlassen und noch am gleichen Tag von zwei durchgeknallten Rassisten entführt, die einen Anschlag auf Obama planen.
Pittsʼ Roman über das Neben- und Gegeneinander von Schwarzen und Weißen ist eine Erzählung in Grautönen, ein großer Gesellschaftsroman in der Gestalt eines Krimis. Und unbedingt lesenswert!