Dina

Nayeri,

Drei sind ein Dorf

(Ü: Ulrike Wasel und Klaus Timmermann), Mare 2018, 368 S.

Die junge Iranerin Nilou scheint alles erreicht zu haben, was sie sich erträumt hat. Als Kind floh sie mit ihrer Mutter in die USA, besuchte dort eine Eliteuniversität und lebt heute in Europa, bastelt an ihrer Karriere als Wissenschaftlerin und ist glücklich verheiratet. Wäre da nicht das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater, diesem opiumsüchtigen, chaotischen alten Mann, der noch immer im Iran lebt. Und dann ist da noch ein Problem: Sie braucht, egal wo sie ist, eine kleine „Parzelle“, einen Raum, den nur sie betreten darf.
Als Nilou einige Exil-Iraner kennenlernt, mit ihnen gemeinsam kocht und ihren Geschichten lauscht, werden Kindheitserinnerungen und eine tiefe Sehnsucht wieder wach.
Dina Nayeri erzählt diese Geschichte mit einer wunderbaren Leichtigkeit und großer Empathie für ihre Figuren.