Lesefutter – unsere Buchempfehlungen • Buchladen Osterstraße - lesen fängt links an • Hamburg • Eimsbüttel

Aktuelle Empfehlungen

Bilderbuch

Andreas Német/Hans-Christian Schmidt, Das schrecklichste Monster der Welt

Moritz 2016, 96 Seiten

„Ich präsentiere Ihnen hier und jetzt das schrecklichste Monster auf der ganzen Welt. Tadaa: Da ist es!“, und alle laufen schreiend weg. Alle? Nein, da gibt es doch tatsächlich die ganz Neugierigen,
Unerschrockenen, die sich das Buch angucken. Die Monster sind verzweifelt. Sie ziehen alle Register: Gespenster, wilde Tiere, Dunkelheit, wegschleichen und dann fies erschrecken. Sie holen sich Unterstützung von anderen Monstern – das hilft aber auch nicht. Und dann kommt die Aufforderung: „Versuch doch mal uns zu erschrecken?“ Na, klappt das? Wer ist das schrecklichste Monster auf der ganzen Welt?
Ein großartiges, witziges Bilderbuch für monstermäßige Kinder ab 4 Jahre.

Krimi

Alan Carter, Des einen Freud

Ü: Sabine Schulte, Edition Nautilus 2016, 383 Seiten

Es ist heiß in Freemantle, Australien, und es geht heiß her. Rockerbanden und vietnamesische Gangs kämpfen um die Vorherrschaft im Drogengeschäft. Der Polizist Cato Kwong sucht nach einem verschwundenen Mädchen und findet dafür ein mit einer Nagelpistole gespicktes Schwein. Der Undercover-Cop Rosetti liegt mit durchgeschnittener Kehle im Klo, ein kongolesischer Kindersoldat lässt sein Messer sprechen und Catos Kollegin Lara geht mit dem falschen Kollegen ins Bett. Boomtown Freemantle; Hitze, korrupte Cops und jede Menge Action. Überblendungen und Cliffhanger en masse, Gesellschaftskritik, Humor und ein furioses Finale.

Alan Carter kann alles und schreibt sich mit diesem Buch endgültig in die erste Liga der australischen Krimiszene!

Belletristik

Dagmar Leupold, Die Witwen

Ein Abenteuerroman

Jung und Jung 2016, 236 Seiten

Die vier Frauen in diesem Roman haben sehr viel gemeinsam: Sie sind Ende fünfzig, kennen sich seit ihrer Grundschulzeit in Berlin, führen von Männern unabhängige und zufriedene Leben, keine ist Witwe. Sie haben sich in einem idyllischen Weindorf an der Mosel irgendwie eingerichtet und dort in den vergangenen Jahren nicht viel erlebt. Um aus der Beschaulichkeit mal herauszukommen, beschließen sie, gemeinsam eine Reise zu machen. Dafür suchen sie per Anzeige einen Chauffeur und mieten sich einen Fiat Ulysse. Ausgerechnet eine Panne in den Vogesen wird zum glücklichen
Abenteuer. Hungrig und wegen der bitteren Kälte sitzen sie eingepfercht im Auto. Die Situation hat etwas von Lagerfeuerromantik, und sie geben ihre Geheimnisse preis.
Dagmar Leupold erzählt vergnüglich und charmant, wie befreiend und abenteuerlich das Erzählen sein kann.

Belletristik

Wu Ming, Altai

Ü: Klaus-Peter Arnold, Assoziation A 2016, 352 Seiten

Angesiedelt ist die Geschichte in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Republik Venedig kämpft gegen das Osmanische Reich und Manuel Cardoso, Geheimagent der Serenissima, fällt in Ungnade. Er wird für den verheerenden Brand auf der Werft in Venedig verantwortlich gemacht. Cardoso schafft es, sich der Strafverfolgung und Hinrichtung zu entziehen und flieht auf abenteuerlichen Wegen über seine Heimatstadt Ragusa nach Thessaloniki und landet schließlich in Istanbul. Dort schließt er sich dem Vertrauten des Sultans Joseph Nasi an, der seinen großen Traum von einem sicheren Ort für verfolgte Juden umsetzen will.
Das linke, italienische Autorenkollektiv Wu Ming hat mit diesem spannenden Abenteuerroman die Fortsetzung von „Q“ vorgelegt.