Lesefutter
Kulinarisches
Wam Kat`s 24 Rezepte zur kulinarischen Weltverbesserung
Orange Press 2008, 255 Seiten
Darauf hat die Welt gewartet: endlich ein politisch korrektes Kochbuch! Wam Kat, ein Niederländer, Koch und politischer Aktivist hat in den siebziger Jahren die Volksküchenidee aufgegriffen und mit seinem Kollektiv Rampenplan bei vielen politischen Aktionen und Festivals die Massen bekocht. 24 Rezepte, die die unterschiedlichen Lebensstationen von Wam Kat verknüpfen, führen durch das Buch. Es geht los mit seiner Kindheit in den Fünfzigern, weiter mit Anti-AKW-Aktionen in den Siebzigern und dem ersten Ecotopia Festival in Ungarn nach 1989 bis hin zu den Castorblockaden und den Aktionen gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm. Alle Rezepte sind fleischlos und auch für AnfängerInnen leicht nachzukochen, die Mengenangaben beziehen sich zum Glück auf vier – und nicht 4.000 – Portionen. Wam Kat beteuert ausdrücklich, dass politisch korrekt Kochen nicht reicht, lecker soll das Essen auch sein. Illustriert mit alten und neuen Fotos ist das „andere Kochbuch“ eine echte Empfehlung.
Kulinarisches
Rose Marie Donhauser, Küchen der Welt von A bis Z.
Lexikon der Länderküchen und Kochstile mit 300 Rezepten
Illustriert von Therese Schneider
Jacoby & Stuart 2009, 318 Seiten
Globalisierung der Finanzmärkte, globaler Warenaustausch und hier gibt es jetzt das globale Kochbuch. Aus vielen unterschiedlichen Ländern, von den ABC-Inseln bis zur Zen-Küche, werden uns typische Gerichte vorgestellt. Wir lernen z. b. die zweifarbige Melonensuppe aus dem Libanon, Gemüsepüree nach Art der Amish People oder finnische Pfannkuchenrolle mit Pilzfüllung kennen. Aber auch aus der veganen, makrobiotischen oder Molekularküche gibt es interessante Kochanregungen. Nicht mit Hochglanzfotos versehen, sondern sehr dezent illustriert von Therese Schneider, ist dieses ein außergewöhnlich schönes und spannendes Kochbuch, eine kleine kulinarische Weltreise.
Kulinarisches
Wiglaf Droste/Nikolaus Heidelbach/Vincent Klink, Weihnachten
List 2009, 157 Seiten
„Wenn man zusammen Wurst gemacht hat, kann man alles miteinander machen. Sogar Weihnachten.” Zu diesem Ergebnis kam der Schriftsteller Wiglaf Droste und schritt mit seinen bewährten Mitstreitern, Zeichner Heidelbach und Koch Klink, umgehend zur Tat. Entstanden ist ein außergewöhnlich schönes Weihnachtsbuch, eingebunden in tannengrünem Leinen mit güldenem Prägedruck. Drostes bekannt böse Texte („Weihnachten: ungefickt zu Muttern”) werden durch Heidelbachs Illustrationen von sich erbrechenden Engeln, krokodilgleichen Päpsten und Putti-Burgern würdig eingerahmt. Allein der von einem Michelin-Stern gekrönte Stuttgarter Koch Vincent Klink macht sich durch zahlreiche Rezeptvorschläge um den praktischen Wert dieses ganz anderen Weihnachtsbuches verdient: Ente in Sherrysauce, Karpfensoufflée und eine scharfe jüdische Gänsesuppe können so nachgekocht werden, wenn man vor lauter Lachen den Kochlöffel noch halten kann. „Advent ist, wenn der Pfarrer schreit: Besinnlichkeit! Besinnlichkeit!”
Kulinarisches
Wiglaf Droste/Vincent Klink/Nikolaus Heidelbach, Wein
List 2010, 149 Seiten
Aller guten Dinge sind drei. Nach „Wurst“ und „Weihnachten“ widmet sich das bewährte Autorentrio in diesem Jahr dem Thema Wein. Das ist durchaus bestsellerverdächtig, denn irgendwie ist ja auch Wein ein Feuchtgebiet. Der edle weinrote Leineneinband, versehen mit goldenem Prägedruck und das farbige Vorsatzpapier machen dieses Coffeetable-Book (gibt es eigentlich Winetable-Books?) zu einer Augenweide. Koch Klink steigert den Nutzwert durch seine Ausführungen zum Thema Kochen mit Wein, Zeichner Heidelbach illustriert den „schleimigen Abgang“ und Schreiber Droste beantwortet die dringlichsten Fragen: Muss man Wein eigentlich immer „genießen“? Oder darf man ihn auch einfach trinken?
Kulinarisches
Gabi Kopp, Das Istanbul Kochbuch.
Bilder — Geschichten — Rezepte
Jacoby & Stuart 2010, 172 Seiten
Die Schweizer Illustratorin Gabi Kopp kennt sich aus mit großen Küchen und Restaurants, war sie doch Mitbegründerin des Genossenschaftsrestaurants Widder in Luzern. Für das gerade erschienene Istanbul-Kochbuch hat sie mit Straßenhändlern, Hausfrauen, Köchen und Kochbuchautorinnen gesprochen und sich die besten Rezepte verraten lassen. Alle Beteiligten werden in Kurzbiografien vorgestellt und dann gibt es wunderbare Anregungen, die man sofort nachkochen möchte. Aus allen Landesteilen der Türkei sind Köstlichkeiten vertreten und das ganze Buch ist durchgängig von der Autorin mit farbigen Zeichnungen illustriert.

